Historische Höchststände des Bodenseepegelsin Friedrichshafen (seit 1926)
Tagesmaxima, Rekordstände & Langzeit-Trends – interaktiv ausgewertet auf Basis offizieller Messdaten der LUBW.
Datenvisualisierungen
Mein Geburtsjahr am Bodensee
Wie hoch stand der Bodensee in dem Jahr, in dem du geboren wurdest?
Was sagen die Daten aus?
Warum sind Tagesmaxima relevant?
Der Bodenseepegel schwankt täglich um mehrere Zentimeter – beeinflusst durch Zuflüsse aus den Alpen, Niederschläge und Verdunstung. Das Tagesmaximum zeigt den höchsten Wasserstand eines Tages und ist besonders aussagekräftig für:
- Hochwasserereignisse: Extreme Tagesmaxima zeigen akute Hochwasserlagen an
- Saisonale Muster: Die Schneeschmelze im Frühjahr führt zu typischen Höchstständen im Juni/Juli
- Langzeittrends: Klimawandel und veränderte Niederschlagsmuster werden sichtbar
Unterschied zu Mittelwerten
Während Tagesmittelwerte kurzfristige Schwankungen glätten, zeigen Tagesmaxima die tatsächlichen Extremwerte. Für die Einschätzung von Hochwasserrisiken und historischen Vergleichen sind Maximalwerte daher aussagekräftiger.
Zusammenhang mit Hochwasser
Ab einem Pegel von 400 cm in Friedrichshafen spricht man von erhöhten Wasserständen. Bei über 500 cm beginnen erste Überflutungen an Uferpromenaden. Der historische Rekord von 567 cm im Juni 1999 führte zu weitreichenden Überschwemmungen rund um den Bodensee.
Datenquelle & Methodik
Woher stammen die Daten?
Die historischen Pegelstände stammen von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Die Messstation Friedrichshafen liefert seit 1926 kontinuierliche Wasserstandsmessungen und gehört damit zu den längsten hydrologischen Zeitreihen Europas.
Was ist ein Tagesmaximum?
Das Tagesmaximum ist der höchste innerhalb eines Kalendertages gemessene Wasserstand. Die Messungen erfolgen in regelmäßigen Intervallen (historisch: 3× täglich, heute: alle 15 Minuten).
Lizenz & Nutzung
Die Daten stehen unter der Creative Commons BY 4.0 Lizenz zur freien Nutzung zur Verfügung. Bei Verwendung bitte Quelle angeben. Creative Commons BY 4.0
Zitiervorschlag:
BodenseePegel (2026): Historische Pegelstände Friedrichshafen 1926-2026. Datenquelle: LUBW. bodenseepegel.de/pegel-historie
Häufig gestellte Fragen
Was war der höchste Pegel des Bodensees?
Der höchste jemals gemessene Pegelstand in Friedrichshafen betrug 567 cm am 11. Juni 1999 während des Jahrhunderthochwassers. Dieses Ereignis übertraf alle bisherigen Rekorde seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen 1926.
Wie oft gab es Hochwasser am Bodensee?
Definiert man Hochwasser als Pegelstand über 450 cm (deutlich über dem langjährigen Mittel), gab es in den letzten 100 Jahren etwa 25-30 solcher Ereignisse. Besonders prägende Jahre waren 1999, 1987, 1965 und 2024.
Steigt der Bodenseepegel durch den Klimawandel?
Die Daten zeigen keine eindeutige Tendenz zu dauerhaft höheren Mittelwerten. Allerdings werden extreme Schwankungen häufiger: Sowohl sehr hohe Pegelstände (durch Starkregen) als auch sehr niedrige (durch Dürreperioden) treten vermehrt auf.
Warum ist der Pegel im Sommer am höchsten?
Der Bodensee wird zu etwa 70% von alpinen Zuflüssen gespeist, insbesondere dem Alpenrhein. Die Schneeschmelze in den Alpen zwischen Mai und Juli führt daher regelmäßig zu den höchsten Jahrespegeln in dieser Zeit.